Kategorie: Soziales

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Hilfe statt Gängelei – Caritas warnt vor Beratungs-Aus

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Integrationsberatung der Caritas in Steilshoop hatten eine klare Botschaft an die Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann formuliert: Die drohende Kürzung an Zuwendungen der Bundesregierung bedeute das Aus jeder vierten Beratungsstelle. Dass das nicht hinnehmbar ist, findet auch Hoppermann.

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (AGFW) besuchte die Politikerin die Einrichtung im Steilshooper Ärztehaus. Sinischa Sven Balaz, Fachbereichsleitung Integration und Beratung der Caritas im Norden, und das Team der Migrationsberatungsstelle erläuterten die in Teilen schwierigen Bürokratie-Umstände, mit denen Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten bei ihrer Ankunft in Deutschland zu kämpfen haben. Integration durch die Teilnahme an Sprachkursen und die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit sind neben der Suche nach bezahlbarem Wohnraum und die Sorge um die zurückgebliebene Familienmitglieder Themen, die in Beratungsstellen aufgearbeitet werden. „Es ist unverantwortlich, dass die Bundes-Regierung aus SPD, GRÜNE und FDP gerade bei diesen wichtigen Einrichtungen so drastisch sparen will und daher ein Viertel der Zuwendungen im kommenden Jahr streichen wird”, sagt Hoppermann. Im Monat Juli beispielsweise kamen 817 Flüchtlinge auf der Suche nach Schutz in Hamburg an. Wie sich die Situation mit Blick auf den Ukraine-Krieg weiter entwickeln wird, kann nicht vorausgesagt werden. Doch so lange es Krieg in Europa gibt, werden die Menschen zu uns nach Deutschland fliehen. „Und diesen Menschen müssen wir helfen und sie nicht noch weiter gängeln, weil wir keine ausreichenden Hilfs- und Beratungsangebote zur Verfügung stellen”, sagt die Bundestagsabgeordnete weiter.

Informationen zur Beratungsstelle der Caritas und deren umfangreiches Hilfsangebot gibt es hier zum Nachlesen: www.caritas-im-norden.de <http://www.caritas-im-norden.de>

Bildunterschrift:

Franziska Hoppermann (r.) besuchte anlässlich des bundesweiten MBE-Aktionstages das Team der Caritas-Beratungsstelle für Integration in Steilshoop. Foto: Kuchenbecker/CDU

Soziales

Gespräch mit Hoffnungsorte Hamburg und dem Bundesverband der ev. Stadtmissionen

Am Mittwoch startete der Tag mit einem spannenden Austausch mit dem Bundesverband der ev. Stadtmission. Die Bahnhofsmission ist eine christliche Hilfsorganisation mit kostenlosen Anlaufstellen auf 105 Bahnhöfen in Deutschland.
Viele Mitglieder der ev. Stadtmission haben uns Beispiele ihrer Arbeit gegeben und ihre Erfahrungen geteilt. Ulrich Hermannes, Geschäftsführer von Hoffnungsorte Hamburg, dem Verein der Stadtmission, gab beeindruckende Einblicke in die Arbeit von Hoffnungsorte Hamburg. Mit dem Leiter der Bahnhofsmission in Hamburg, Axel Mangat, habe ich mich ausgiebig über das Neubauprojekt am Hauptbahnhof in Hamburg unterhalten und die spannenden Kooperationsprojekte mit den Maltesern
und Johannitern. Danke für den interessanten Austausch!

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Jenfelder Kaffeekanne – eine wichtige Institution für Jenfeld

Am Dienstag war ich zu besuch bei Hans Berling in der Jenfelder Kaffeekanne – eine mir schon aus den vielen Jahren im Jugendhilfeausschuss ans Herz gewachsene Einrichtung. Die Jenfelder Kaffeekanne ist ein Nachbarschaftszentrum in Hamburg-Jenfeld, dort werden insbesondere Schulkinder und Jugendliche betreut, bekommen meist vor der Schule das erste “Guten Morgen” zu hören und das erste Frühstück zu essen. Die Jenfelder Kaffeekanne ist als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Das Viertel um die Oppelner Straße ist durch viele Alleinerziehende Eltern, meist Mütter, und einen bunten Nationalitätenmix gekennzeichnet. Die Kaffeekanne ist dabei ein zentraler und wichtiger Anlaufpunkt und Anker im Alltag – auch für die Eltern.

Erfahrt hier mehr über die Jenfelder Kaffeekanne.

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Haus der Jugend Bramfeld – nicht nur für Jugendliche, sondern auch eine Begegnungsstätte

Am 13.04. bei meinem Besuch im Haus der Jugend Bramfeld konnte ich mir anschauen und bestaunen, wie die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die offene Jugendarbeit in der Zeit von Corona gestaltet haben und wie viele Kooperationen in der vergangenen Zeit aufgebaut wurden.
Die nicht ganz freiwillige Zeit der Schließung in der Pandemie wurde auch als Chance genutzt, Umbauarbeiten in diesem großartigen Haus am zentralen Standort durchzuführen. Der Name “Haus der Begegnung” würde fast schon besser passen, denn viele Institutionen und Gruppen aller Generationen finden sich hier zusammen. Dort finden sich auch ein Träger für Jungenarbeit, ein Träger für Mädchenarbeit aber auch Seniorengruppen, eine Nähgruppe und vieles mehr. Die anliegenden Schulen arbeiten auch gern mit dem HdJ zusammen. Das Haus der Jugend Bramfeld hat von sportlichen Aktivitäten auch vieles anderes zu bieten, wie ein Tonstudio oder Klavier- oder Gitarrenunterricht. Die Kinder- und Jugendlichen werden gefordert und gefördert. Während der Pandemie setzt das Haus auf Kleinprojekte, damit diese auch bei steigenden Zahlen stattfinden können und Erfolgserlebnisse erfolgen.
Vielen Dank für den Austausch und Einblick! Das Haus der Jugend ist ein wichtiger Standort, dem man nicht genug Bedeutung zuweisen kann. Das Team, durch viele Ehrenamtliche unterstützt, leistet eine tolle Arbeit.

Weitere Informationen zum Haus der Jugend Bramfeld findest du hier: https://hdj-bramfeld.de/

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Besuch der Erstaufnahmestelle Hamburg-Meiendorf

Putins Verbrechenskrieg nimmt kein Ende. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer suchen in Europa Schutz und flüchten. Auch nach Hamburg. Mehr als 15.000 Flüchtlinge sind (Stand 21.03.2022) in Hamburg angekommen. Offiziell registriert seien davon 10.500 Flüchtlinge. Täglich kommen 1000 neue Flüchtlinge in die Hansestadt. Die Zentrale Erstaufnahme (ZEA), auch Ankunftszentrum genannt, für Flüchtlinge aus der Ukraine befindet sich in Hamburg-Meiendorf, in meinem Wahlkreis. Mir war es wichtig, einen Einblick über die Lage der Erstaufnahmestelle am Bargkoppelweg zu bekommen, um vor allem mehr über die Versorgungslage zu erfahren. Mein großer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern die vor Ort ehrenamtlich bei Meiendorf Hilft oder beruflich dafür sorgen, dass sich die ukrainischen Flüchtlinge willkommen fühlen. Die riesige Hilfsbereitschaft ist großartig. Hamburg kann stolz sein, dass wir so viele Helferinnen und Helfer haben, die mit anpacken und die ukrainischen Flüchtlinge mit Verpflegungen, Spielzeug für die Kinder und Hygieneartikeln versorgen. Herzlichen Dank für Ihren und Euren Einsatz!

Soziales

Besuch bei den Maltesern

Heute war ich zu Gast bei den Maltesern am Zentralen Omnibusbahnhof Berlin
(ZOB). Täglich kommen hier geflüchtete Menschen aus der Ukraine an, um sich vor
den Schrecken des Krieges in Sicherheit zu bringen.
Schätzungsweise 1.800 Menschen aus der Ukraine kommen Tag für Tag am ZOB an.
Die Malteser stellen sicher, dass rund um die Uhr Ärzte vor Ort anwesend sind. Das ist
ganz besonders wichtig, da viele Ankommende von den Strapazen der Flucht
gekennzeichnet sind und eine akute ärztliche Erstversorgung benötigen.
Es freut mich sehr zu sehen, dass Hamburg hier tatkräftig vertreten ist. Insgesamt
sind die Malteser aus dem Erzbistum Hamburg mit mehr als 10 Personen am ZOB
zur Unterstützung der Malteser Berlin für eine Woche vor Ort.
Bjön-Thore Hansen ist der Diözesanarzt der Malteser Hamburg. Alexander Graeper
der Einsatzleiter. Beide haben mir über ihre Arbeit während den letzten Tagen
berichtet.
Der Diözesanleiter der Malteser Berlin, Dr. Jörg von Fürstenwerth, war ebenfalls mit
dabei und teilte mir seine Eindrücke mit.
Ich danke allen Maltesern für ihre herausragende Arbeit in dieser schweren Krise. Es
ist schön zu sehen, wie solidarisch und hilfsbereit die Menschen miteinander
umgehen.

GesundheitHamburgSozialesWahlkreis

Mein Besuch bei Pflegen und Wohnen

Am 01.03.2022 besuchte ich die Wohnanlage Pflegen und Wohnen in Hamburg Farmsen.  In ganz Hamburg verteilt, hat Pflegen und Wohnen 13 Häuser (davon 3 Häuser im Wahlkreis Hamburg-Wandsbek) mit 2400 Bewohnern und 2000 Pflegerinnen und Pfleger.

Bevor mir die Wohnanlage, welche unter anderem einen Schwerpunkt auf die Betreuung von Demenz Erkrankten legt, begann der Besuch mit einem Gespräch mit Herrn Flotow, dem Sprecher der Geschäftsführung, Herrn Bruhns, Direktor des Hauses Farmsen und einer Mitarbeiterin der Pflegeleitung. Wie natürlich oft in diesen Zeiten, haben wir über die Auswirkungen der Corona-Pandemie gesprochen. Die Einrichtung gibt seit April 2020 ihr bestes um Vereinsamung der Bewohner aufgrund von Kontaktbeschränkungen zu verhindern. Ebenfalls haben wir gemeinsam über den Beruf in den Pflegeeinrichtungen und das schlechte Image diskutiert.

Wie bereits erwähnt, hat das Haus in Farmsen einen besonderen Fokus auf die Betreuung von Menschen mit Demenz. Besonders finde ich die Musiktherapie, die von ausgebildeten Therapeuten angewandt wird. Auf jeder Station gibt es, neben den Zimmern der Bewohnern, auch mehrere Tagesräume, um die Interaktion zwischen den Bewohnern zu fördern. Für weitere gemeinsame Zeit gibt es im Ergeschoss des Hauses ein Restaurant, in dem die Bewohner zusammen Mahlzeiten einnehmen können.

Ich war höchst beeindruckt von dieser Einrichtung. Das Personal, die Leitung und die Bewohner führen alle samt einen freundlichen und kommunikativen Umgang.

AllgemeinSoziales

Red Hand Day 2022

“Keine Waffen in Kinderhände!”
Tausende Kinder und Jugendliche müssen weltweit als Soldatinnen und Soldaten in bewaffneten Konflikten kämpfen. Auf ihr Schicksal soll der heutige Red Hand Day aufmerksam machen.
Kindersoldaten sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die in Kriegen und Aufständen kämpfen. Ihr Einsatz ist völkerrechtlich eigentlich verboten. Dennoch sind weltweit bis zu 250.000 Minderjährige als Soldaten an bewaffneten Konflikten beteiligt.


Was sind die Gründe hierfür?


Die meisten Kindersoldaten werden zum Dienst gezwungen. Viele werden entführt, gefoltert und mit dem Tod bedroht, wenn sie nicht bereit sind, zu kämpfen. Manche melden sich freiwillig, um Armut zu entkommen oder ihre Gemeinden zu verteidigen. Besonders viele Kinder wurden in den vergangenen Jahren im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik, in der Demokratischen Republik Kongo, in
Somalia, Syrien und im Jemen als Soldaten missbraucht. Ein Zusatzprotokoll der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2002 ächtet zwar die Rekrutierung Minderjähriger, jedoch gibt es bisher kaum Sanktionen oder Kontrollen. Als Mutter bricht es mir das Herz, von den vielen tragischen Schicksalen der Kindersoldaten zu erfahren. Deshalb unterstütze ich den heutigen Aktionstag! Wir müssen die Rechte der Minderjährigen weltweit stärken, damit Kinder in Zukunft vor allem eins sein können: Kinder.