Schanzenbäckerei: Hoppermann fordert Maßnahmen gegen Preisexplosionen

Schanzenbäckerei: Hoppermann fordert Maßnahmen gegen Preisexplosionen

Die horrenden Energiekosten sind in der Schanzenbäckerei noch gar nicht richtig angekommen, was an gutem Vertragsmanagement liegt. Derzeit sind es in erster Linie die gestiegenen Kosten für Lebensmittel, die dem Familienunternehmen das Dasein erschweren. Geschäftsführer Gürol Gür informierte Franziska Hoppermann wie die Situation bei ihm in den Bäckerei-Filialen derzeit aussieht: Die Kosten von Mehl stiegen von 30 Cent auf zuletzt 73 Cent, Zucker ist bei einer Steigerung von 110 Prozent.

Rosige Zeiten sind es bei weitem nicht. Vor der Pandemie ging es dem Familienunternehmen, das Gürol Gür aufgebaut hat, wirtschaftlich gut. Während der Lockdowns hatte die Bäckerei, zu der 32 Filialen gehören, schon zu kämpfen: Geschlossene Läden, dazu noch Homeoffice statt voller Büroetagen. Der Umsatz brach ein; Kosten für Ladenmiete und Personal liefen aber weiter.

Heute sieht es noch düsterer aus: Die gestiegenen Preise für Lebensmittel wie Mehl und Zucker machen dem Unternehmen zu schaffen. Die Energiekosten sind bislang noch keine akute Bedrohung. Die Verträge laufen derzeit noch. Was dann kommt, ist allerdings ungewiss.

„Niemand wird acht Euro für ein Brot zahlen können“, sagt der Unternehmer, „daher werden wir auch nicht jede Kostensteigerung an den Kunden weitergeben.“

Franziska Hoppermann zeigt sich bei dem Rundgang durch die Großbäckerei in Wandsbek beeindruckt. Die Bundestagsabgeordnete sagt: „Mit Sorge schauen wir auf unsere Wirtschaft. Ich habe große Achtung vor Gürol Gür, wie sorgsam er mit seinem Unternehmen durch diese Krise geht. Aber irgendwann ist Schluss und die Regierung in Berlin muss sich mehr einfallen lassen als einen ,Doppel-Wumms‘. Konkrete Hilfestellungen sind gefordert. Und dies muss jetzt geschehen, nicht, wenn zahlreiche Unternehmen bereits pleite sind. Die unberechenbaren Energiekosten aber auch die Lebensmittelkostenexplosion – für beides brauchen wir Lösungen und diese muss die Ampelregierung jetzt schnellsten liefern.“

Hoppermann und Gür wollen im Austausch bleiben.

Bildunterschrift: Franziska Hoppermann besuchte Gürol Gür in der Schanzenbäckerei-Zentrale in Wandsbek.
Foto: Kuchenbecker/CDU

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