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Back to School: Eine Woche an der Harvard Kennedy School

Das Programm war straff, die Freizeit minimal, der Input hoch. Vergangene Woche durfte ich zurück an die Uni und nochmal „Studentin“ sein. Im Rahmen des Senior Executive Seminar der Robert Bosch Stiftung besuchte ich die Harvard Kennedy School in Boston.

Unter dem Motto „Politik Gestalten im 21. Jahrhundert“ hat die Robert Bosch Stiftung ein einzigartiges Programm geschaffen. Dieses Programm streckt sich über eine gesamte Wahlperiode und beinhaltet Workshops, Reisen und Informationsveranstaltungen. Die Kolleginnen und Kollegen, die Teil des Programms sind, werden nach Fachbereichen, Bundesländer, Faktionen und anderen Kriterien ausgewählt – unter der Voraussetzung, dass sie sich in ihrer ersten oder zweiten Legislaturperiode befinden.

Ziel des Programms ist, Politikerinnen und Politiker jenseits des politischen Alltags in ihren Perspektiven, ihrem Wissen und ihren Kompetenzen zu stärken und so – hoffentlich – zu besseren Entscheidungsträgern auszubilden. Eine Reise des Programms führt alle Teilnehmer an die berühmte und altehrwürdige Harvard Universität.

Für mich persönlich war diese Reise ein absolutes Highlight. Die Woche war randvoll geplant. Das Rahmenprogramm bestand aus einer Vielzahl an Punkten, die uns sowohl einen Überblick über das eindrucksvolle Universitätsgelände, die Geschichte der Uni, als auch über lokale Institutionen verschaffte. Wir trafen uns beispielsweise mit Vertretern gemeinnütziger Organisationen, die soziale Projekte zur Stärkung der Zivilbevölkerung umsetzen.

Die inhaltliche Arbeit in Vorlesungen und Workshops stand in dieser Woche aber im Vordergrund. Wir hatten das große Glück, mit beeindruckenden Expertinnen, Experten, Professorinnen und Professoren zu einer großen Vielzahl an Themen zu sprechen. Ein großer Teil der Veranstaltungen beschäftigte sich mit dem Thema Leadership und den persönlichen Fähigkeiten, die es in der Politik braucht. Darüber hinaus ging es natürlich in diesem Setting auch viel über die aktuelle und die amerikanische Politik. Dazu gehört auch der Umgang mit Sozialen Medien, Fake News, einer polarisierten Gesellschaft, steigender Rassismus und Populismus. Den Ausblick auf die Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr fand ich besonders spannend. Der Fokus unserer Debatten lag aber nicht ausschließlich auf Amerika. Die komplexen Fragen und Probleme unserer Zeit können wir nämlich nur lösen, wenn wir sie auch global betrachten – Stichwort Energiepolitik und der Klimawandel.

Ich habe es als besonders angenehm empfunden, zur Abwechslung außerhalb der gewohnten „Bundestagsbubble“ mit meinen Kolleginnen und Kollegen frei über diese großen Themen sprechen zu können. Ein absoluter Pluspunkt war natürlich, dass wir dabei auf die Meinungen und Analysen der Experten und Professoren zurückgreifen konnten. Die Zeit in Boston war sehr lehrreich. Die vielen Eindrücke und Erfahrungen nehme ich gerne in meine politische Arbeit mit nach Hause.

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