Spielhallen und Spielautomaten sind Teil des Stadtbilds. Aber gleichwohl durch ihre Verdunkelung und Verbindung mit Sucht eher mit negativen Attributen versehen. Umso erhellender ist es, wenn man sich mit dieser Branche einmal näher beschäftigt.
Dafür hatte der Hamburger Automaten-Verband (HAV) und der Dachverband deutsche Automatenwirtschaft (DAW) zu einem parlamentarischen Mittag im Restaurant „Parlament“ im Hamburger Rathaus geladen. Jennifer Broocks, DAW-Länderbeauftragte für Hamburg, betonte in Ihrem Eingangsstatement vor den Abgeordneten des Deutschen Bundestages und der Hamburgischen Bürgerschaft, dem Leiter der Hamburger Staatsanwaltschaft und vor den Vertreterinnen und Vertretern der Automatenwirtschaft: „Das illegale Spiel in Deutschland erlebt einen regelrechten Boom“. Deshalb ist es besonders wichtig, den legalen Glückspielmarkt so zu regeln, dass die kriminellen Machenschaften zurückgedrängt werden können. Und so weniger Sucht und Abhängigkeit, Abzocke, Steuerhinterziehung und Geldwäsche in den Markt drängen und Platz finden.
Ich konnte für mich mitnehmen, dass mit Blick auf die Zukunft des Glücksspielmarktes in Hamburg leider eine erhebliche Zunahme des illegalen Glückspiels zu verzeichnen ist – unter anderem begünstigt durch die erhebliche Verringerung der legalen Lizenzen und Erhöhung der Auflagen. Es bedarf einer durchdachten Regulierung, die Spielerschutz und Lebensrealität der Menschen miteinander in Einklang bringe. Vielen Dank für den Einblick in die aktuellen Herausforderungen dieser Branche.